Projekt eument-net

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eument-net - Building a European Network of Mentoring Programmes for Women in Academy and Research - wurde im Rahmen des 6. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union gefördert.

Die eument-net Initiative
Seit Mitte der 1990er Jahre werden lokale und regionale Mentoringprogramme in verschiedenen europäischen Ländern entwickelt. Durch diese Programme hat sich mittlerweise ein großer Wissens- und Erfahrungsschatz über Mentoring als Maßnahme der Frauenförderung in der Wissenschaft und Forschung angesammelt. Jedoch hat der Wissenstransfer zwischen diesen Programmen auf einer europäischen Ebene bislang noch nicht stattgefunden. Darüber hinaus haben Frauen in vielen Ländern, insbesondere in Zentral- und Osteuropa sowie den Balkanstaaten noch keinen Zugang zu solchen Angeboten.
Das eument-net Projekt vereint erstmals erfolgreiche institutionelle und regionale Mentoringprogramme für Frauen in der Wissenschaft. Es unterstützt den Wissenstransfer und die Bildung eines europäischen Netzwerks von Mentoringprogrammen. Die Mentoringprogramme, die in das Projekt involviert sind, laufen bereits zwischen 5 und 10 Jahren. Sie weisen sehr gute Erfolge auf, indem sie Frauen auf ihrer wissenschaftlichen Laufbahn unterstützen. Sie sind effektiv, indem sie Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit bieten, ihre Erfahrungen als Mentorinnen an Nachwuchswissenschaftlerinnen weiterzugeben und als Vorbilder zu fungieren.

eument-net hat das Ziel, auf europäischem und lokalem Level zu wirken durch

  • die Förderung des Wissenstransfers über Mentoring als Maßnahme der Frauenförderung;
  • den Aufbau von Kooperationsstrukturen, bei denen die jeweiligen Besonderheiten der Einzelprogramme anerkannt werden;
  • die Errichtung einer elektronischen Plattform, auf der Informationen über Mentoringprogramme in  Europa und angrenzenden Ländern ausgetauscht werden kann
  • die Qualitäts- und Effizienzförderung existierender Mentoringprogramme durch Erfahrungsaustausch und den Zugang zum europäischen Netzwerk
  • die Vermittlung von Wissen über Mentoring in relevante institutionelle Bereiche.

eument-net unterstützt hochqualifizierte Nachwuchsswissenschaftlerinnen durch

  • den Zugang zu bestehenden Mentoringprogramme in Europa
  • die Vermittlung von Information über Mentoring als ein Instrument zur persönlichen Karriereförderung und zum Aufbau eines internationalen Netzwerks.

Projekt-Aktivitäten
Während der Projektphase zwischen Januar 2007 und September 2008 verfolgt das Konsortium von eument-net eine Reihe von verschiedenen Aktivitäten.
Die Bildung eines Europäischen Netzwerks
Zwei Umfragen wurden durchgeführt, um die bestehenden Mentoring-Strukturen abzubilden sowie die Voraussetzungen für den Aufbau von Mentoringprogrammen zu erforschen. Eine Umfrage richtete sich an bereits existierende Mentoringprogramme, die andere an Institutionen und mögliche MultiplikatorInnen, die den Aufbau neuer Mentoringprogramme unterstützen und/oder durchführen können. Die Ergebnisse dienen der Entwicklung der Ziele des Netzwerks und der Verbesserung der Verbindung und Kommunikation zwischen Mentoringprogrammen. Ein erstes Kooperationsmodell wird während einer einjährigen Pilotphase ausprobiert, begleitet und zum Projektende im September 2008 ausgewertet. 

Short Term Interantional Mentoring Exchange – STIME
STIME – Short Term International Mentoring Exchange - möchte Wissenschaftlerinnen, die sich in der Qualifikationsphase befinden, bei der wissenschaftlichen Vernetzung im europäischen Ausland helfen. Nachwuchswissenschaftlerinnen, die einen Auslandsaufenthalt planen, etwa im Rahmen einer Konferenz oder eines kürzeren Forschungsaufenthaltes, unterstützt MuT zusammen mit den STIME-Partnerprogrammen bei der Kontaktvermittlung zu erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem europäischen Ausland. Hier finden Sie weitere Informationen zu STIME sowie den Bewerbungsbogen.

Veröffentlichung des Guideline Manual
Das Guideline Manual ist ein wichtiges Instrument des Wissenstransfers und des Erfahrungsaustauschs über Mentoring als Frauenförderungsmaßnahme in der Wissenschaft. Es wurde im Juli 2008 veröffentlicht und wird ins Bulgarische übersetzt werden, um auch im osteuropäischen Raum effektiv über die Möglichkeiten von Mentoring zu informieren.

Konferenzen und die Verbreitung der  Ergebnisse
Das Projekt und die Ergebnisse der europaweiten Umfragen wurden bei der 5th European Conference on Gender Equality in Higher Education (GEHE) in Berlin (28.-31. August 2007) vorgestellt. Im Rahmen eines von eument-net organisierten Treffens mit Expertinnen aus dem Mentoring-Bereich sowie mit Interessierten an Mentoring konnte eument-net von Expertinnenwissen profitieren, die Effektivität der Maßnahmen an vorhandenen Erwartungen überprüfen und Impulse für die aktivere Präsentation von eument-net sammeln. 
Im April und Mai 2008 fanden zwei internationale Konferenzen in Sofia (Bulgarien) and Bern (Schweiz) mit TeilnehmerInnen aus insgesamt 19 europäischen Ländern statt. Sie boten die Chance zu einer vertiefenden Präsentation der wichtigsten Instrumente von eument-net. Die Konferenzen verhalfen zu einer intensiveren Diskussion zwischen Mentoring- Programmen, Forscherinnen und Wissenschaftsinstitutionen. Die Konferenz in Sofia hatte zum Ziel, die Voraussetzungen für den Aufbau eines Mentoring-Pilotprojekts in Bulgarien zu schaffen.

Elektronische Plattform - www.eument-net.eu
Die elektronische Plattform von eument-net ist als virtuelles Dach für das europäische Netzwerk von Mentoringprogrammen für (Nachwuchs-)wissenschftlerinnen konzipiert. Die Plattform beinhaltet eine wachsende Datenbank von Mentoringprogrammen, die bei eument-net Mitglied sind. Sie ist auch eine Informationsquelle über Mentoring in Wissenschaft und Forschung.

Verbindung des eument-net Projektes mit anderen Initiativen
Als Netzwerk sucht eument-net Verbindungen zu anderen Projekten und Initiativen, die ähnliche Ziele verfolgen oder übergreifende europäische Strukturen aufgebaut haben. Dazu gehören z. B. die European Platform for Women Scientists (EPWS), das Central European Centre for Women and Youth in Science, ERA-Link, und andere.

Besondere Aktivitäten der LaKoG innerhalb von eument-net
Zwischen Juni und Juli 2007 war die LaKoG maßgeblich an der Konzeption, Durchführung und Auswertung einer europaweiten Fragebogenaktion beteiligt. Deren Ziel war es herauszufinden, wie sich die Strukturen von existierenden Mentoring-Programmen im Wissenschaftsbereich in Europa gestalten.

Ein weiteres wichtiges Teilprojekt, welches die LaKoG innerhalb von eument-net verantwortet, ist die Konzeption einer konkreten Kooperation zwischen vier an eument-net beteiligten Mentoring-Programmen. Um Mentoring auch als transnationales Instrument zu establieren, hat die LaKoG in Zusammenarbeit mit den Partnern von eument-net ein Modell für programmübergreifende Mentoring-Beziehungen entwickelt. Derzeit läuft die Pilotphase.

Von Seiten der LaKoG sind und waren am Projekt eument-net beteiligt
Dr. Dagmar Höppel, Christine Brunn, Lisa Peschel, Jenny Sieber, Renée Fenton-Mair, Magdalena Sierakowska, Iris Trautwein, Tina Mesarosch, Sabrina Rosenzweig, Nicole Drescher und Daniel Maus.

Partnerinstitutionen von eument-net sind
Helene Fueger (Koordinatorin), Muriel Besson
Unitversität Fribourg, Service de l’égalité entre femmes et hommes
Réseau romand de mentoring pour femmes

Dr. Nikolina Sretenova, Dr. Ina Dimitrova
Bulgarian Academy of Sciences 
Institute for Philosophical Research

Evi Genetti, Herta Nöbauer
Universität Wien, Referat Frauenförderung und Gleichstellung

Sabine Lask, Louise Graf
Universität Bern, Abteilung für die Gleichstellung von Frauen und Männern

Dr. Dagmar Höppel, Christine Brunn, Lisa Peschel
Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an den wissenschaftlichen Hochschulen Baden-Württembergs
MuT - Mentoring und Training

Veröffentlichungen
Von eument-net:

eument-net (Hg.) 2008: Policy Recommendations. (zu den Empfehlungen

eument-net (Hg.) 2008: Establishing Mentoring in Europe. Strategies for the promotion of women academics and researchers. A Guideline Manual. Fribourg: eument-net. (zum Manual)

Höppel, Dagmar/ Peschel, Lisa/ Füger, Helene/ Brunn, Christine (im Druck): Vergleiche von Mentoringprogrammen zur Frauenförderung in verschiedenen nationalen und instruktionalen Kontexten. In: Stöger, Heidrun/ Ziegler, Elisabeth/ Schimke, Diana (Hg.), Mentoring: Theoretische Hintergründe, empirische Befunde und praktische Anwendungen.

Füger, Helene/ Stretenova, Nikolina/ Brunn, Christine/ Höppel, Dagmar/ Genetti, Evi/ Lask, Sabine 2008: Promoting Women Researchers through Mentoring. Eument-Net as a Basis for a European Network of Mentoring Programmes for Women in Academia and Research. In: Grenz, Sabine/ Kortendiek, Beate/ Kriszio, Marianne/ Löther, Andrea (Hg.), Gender Equality Programmes in Higher Education. International Perspectives. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 153-162.  

Über eument-net:

2008: eument-net quality standards for Mentoring Programme. In: ADA - Fachzeitschrift für Mentoring und Gender Mainstreaming in Technik und Naturwissenschaften, 23. Ausgabe, August 2008, S. 5f. (zum Beitrag)  

2008: “Mentoring in action to stop academic brain drain.” In: eStrategies. Projects, p. 81-83. 

2007: Transnationales Mentoring, Interview mit Evi Genetti und Herta Nöbauer über eument-net. In; dieuniversität.at, 08.03.07.

2007: eument-net – Europäisches Netzwerk von Mentoring-Programmen für Wissenschaftlerinnen. In: ADA - Fachzeitschrift für Mentoring und Gender Mainstreaming in Technik und Naturwissenschaften, 19. Ausgabe, August 2007, S. 11.

Kontakt
Dr. Dagmar Höppel
Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an den wissenschaftlichen Hochschulen Baden-Württembergs
Universität Stuttgart
Kronenstr. 36
D-70174 Stuttgart
T: 0049 (0)711/685-82000
F: 0049 (0)711/685-82001
E-Mail: lakog@eument-net.eu