Schlieben-Lange-Programm – Modifizierung und Neuausrichtung

Konstanz, den 10.07.09

Beschluss:

Das Schlieben-Lange-Programm für Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kind ist auf eine große Nachfrage bei den Nachwuchswissenschaftlerinnen und auf eine breite Zustimmung an den baden-württembergischen Hochschulen gestoßen. Langfristig kann davon ausgegangen werden, dass das Programm die Anzahl der berufbaren Professorinnen in Baden-Württemberg erhöhen wird. Sorge bereitet der LaKoG allerdings nach wie vor der Ausstieg des MWK aus der Förderung des Programms durch den Europäischen Sozialfonds (ESF). Damit das Programm erfolgreich weitergeführt werden kann, fordert die LaKoG das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst auf:

- die Neuausschreibung des Programms spätestens bis Anfang November 09 vorzunehmen, damit eine Förderung ab dem 01.01.2010 erfolgt.

- sicherzustellen, dass die derzeit im Programm geförderten Stipendiatinnen ihre volle Laufzeit und ggf. erforderliche Verlängerungen ausschöpfen können. Um Abbrüche der Fördermaß­nahme zu vermieden und Planungssicherheit für die Stipendiatinnen und Hochschulen herzustellen, sind den Hochschulen die dazu erforderlichen Mittel unabhängig von der geplanten Neuausschreibung zur Verfügung zu stellen.

Begründung:

Das Schlieben-Lange-Programm für Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kind ist sehr gut aufgenommen worden. Das Ziel des Programms, Nachwuchswissenschaftlerinnen durch ein Vereinbar­keitsstipendium die Verbindung von wissenschaftlicher Karriere und Familienpflichten zu ermöglichen, wirkt dem Phänomen der „leaky pipeline“ entgegen und sorgt auf lange Sicht dafür, den Anteil der auf eine Pro­fessur berufbaren Frauen in Baden-Württemberg zu erhöhen. Damit das Programm dies auch weiterhin leisten kann, muss einerseits eine reibungslose Fortsetzung bestehender Stipendien gesichert werden. Andererseits ist die bewährte Flexibilität des Programms bei zu halten.