25 % Wissenschaftlerinnen in Spitzenpositionen

Mannheim, 3. Juni 2005

Beschluss:

Die BuKoF fordert die Bildungs- und Forschungsministerinnen und -minister des Bundes und der Länder auf, den Anteil der Wissenschaftlerinnen und ihrer Be­teiligung in der Wissenschaft deutlich zu steigern. Der Gesamtanteil sollte sich 2010 auf 25% Wissenschaftlerinnen in Spitzenpositionen (Professuren) erhöhen. Sie fordert die Ministerinnen und Minister auf, ihre Anstrengungen deutlich zu intensivieren sowie verbindliche Maßnahmen zu entwickeln und durchzusetzen. Dafür sind Mittel in erheblichem Umfang vorzusehen.

Ergänzend sind alle Programme und Maßnahmen der Forschungs- und Wissenschaftsförderung auf ihren tatsächlichen Beitrag zur Chancengleichheit von Frauen und Männern (Gender Mainstreaming) und zur Beseitigung von Benachteiligungen (Frauenförderung) zu prüfen. Dabei gilt es nicht nur die Zahl der Wissenschaftlerinnen zu erhöhen, sondern auch die Zahl der Frauen als Gutachterinnen, Expertinnen und Mitgliedern von Beratungsgremien.

Über die Fortschritte soll jährlich berichtet werden, auch im Rahmen der Evaluations- und Akkreditierungsverfahren im Rahmen des sog. Bologna-Prozesses.

Begründung:

Das Competitiveness Council der europäischen Forschungs- und Wirtschaftsminister  und –ministerinnen forderte die EU-Staaten bei seinem Treffen am 18. April 2005 in Luxemburg auf, sich ehrgeizige Ziele für die Beteiligung von Frauen in der Wissenschaft zu setzen. Als mittelfristiges Ziel wurde für alle Europäischen Mitgliedsstaaten ein Anteil von 25 % Frauen in den Spitzenpositionen der Wissenschaft festgelegt.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragen unterstützen diese Initiative nachdrücklich und fordern daher die Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene konkrete Schritte zur Realisierung des Ziels zu veranlassen und entsprechende Mittel zur Verfügung zu stellen.