Einbeziehen der Landeskonferenz in die Kommission

Freiburg, 23. Februar 1999

Beschluss:

Die Landeskonferenz der Frauenbeauftragten der Hochschulen Baden-Württembergs bittet den Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, stellvertretend für die Landesregierung, die Landeskonferenz in die Kommission zur Erarbeitung von Empfehlungen für die Institutionalisierung von Frauen- und Geschlechterforschung in Baden-Württemberg einzubinden. Die Sprecherin der Landeskonferenz der wissenschaftlichen Hochschulen soll mit beratender Stimme an den Sitzungen beteiligt werden oder als Gast an den Sitzungen teilnehmen.

Begründung:

Seit Jahren gehen entscheidende Impulse für die Institutionalisierung von Frauen- und Geschlechterforschung von den Frauenbeauftragten des Landes aus. Sie sind Ansprechpartnerinnen und Mitwirkende an den Hochschulen, wenn es darum geht, Initiativen wie zum Beispiel fächerübergreifende Gender-Studies-Angebote anzuregen und zu koordinieren. Die Frauenbeauftragten, vor allem der Universitäten, sind durch die Frauenförderpläne ihrer Hochschule verpflichtet, zur Institutionalisierung von Frauen- und Geschlechterforschung beizutragen. Dadurch wurden bereits konkrete Ergebnisse erreicht: einige (wenige) Teildenominationen von Professuren, (Ring-)Vorlesungen, Vorträge, Workshops und Seminare sowie Frauenvorlesungsverzeichnisse oder Dokumentationen.

Die Frauenbeauftragten fordern seit langem eine Verstetigung der Initiativen in den Hochschulen. So wurde von den Frauenbeauftragten empfohlen, über eine Neustrukturierung der bisherigen Vergabepraxis bei den (geringen) finanziellen Mitteln für die Frauen- und Geschlechterforschung nachzudenken. Die Frauenbeauftragten kennen die bestehenden Angebote und können beurteilen, mit welchen Anreizen die Weichenstellung in Richtung Frauen- und Geschlechterforschung unterstützt werden kann.

Das vorhandene Wissen kann durch eine beratende Mitwirkung der Landessprecherin der wissenschaftlichen Hochschulen für die Kommissionsarbeit nutzbar gemacht werden.