Einbeziehung der Frauenförderung in die indikatorgesteuerte Mittel- und Stellenverteilung

Reute, 12. März 1997


Das Ziel der Frauenförderung ist allen Hochschulen gesetzlich vorgegeben. Daraus folgt, dass Frauenförderung in alle Systeme einer leistungs- oder belastungsbezogenen Mittel- und Stellenverteilung einbezogen werden muss.

Hierfür haben sich neben den Landes- und Bundeskonferenzen der Hochschul- Frauenbeauftragten auch politische Entscheidungsträger angesprochen. Hervorgehoben seien die grundsätzliche Befürwortung durch die Landesregierung (u.a. in der Antwort auf die Große Anfrage der SPD zur Frauenförderung an Hochschulen im Juli 1995) sowie die einschlägige Forderung der BLK (in der Fortschreibung des Berichts zur Förderung von Frauen im Bereich der Wissenschaft vom Dezember 1996, 5.9).

Im Gegensatz zu solchen Äußerungen steht die Praxis: Bei den Indikatorsteuerungen, die an den Hochschulen des Landes bislang angeordnet wurden oder praktiziert werden, bleibt die Frauenförderung unberücksichtigt.

Die gemeinsame Landeskonferenz aller Hochschul-Frauenbeauftragten fordert deshalb jetzt eine schnelle Umsetzung geeigneter Ansätze:

Einbeziehung der Frauenforderung in alle existierenden und in alle geplanten Systemen einer indikatorgesteuerten Mittel- und Stellenverteilung - und zwar sowohl auf der Landesebene als auch innerhalb der einzelnen Hochschulen.

Der Indikator soll die Repräsentanz von Frauen auf den relevanten Ebenen innerhalb der Hochschulen dynamisch auf der Grundlage einer mathematischen Formel bewerten.

Beteiligung der Frauenbeauftragten an allen Landes- und Hochschulgremien, die über die Einführung oder Änderung indikatorgesteuerten Mittel- oder Stellenverteilungssysteme entscheiden.